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SV Mattersburg ist am Größten

02.02.2011 | Keine Kommentare

„The Professional Football Player Observatory“ wurde im Jahr 2005 mit dem Ziel gegründet, sämtliche Statistiken der europäischen Fußballvereine zu sammeln und anschaulich darzustellen. Auch dieses Jahr lassen sich aus den Daten interessante Rückschlüsse bilden.

Laut dem aktuellen Bericht der „PFPO“ hat der europäische Profiklub im Durchschnitt 24.5 Spieler im Mannschaftskader, von denen im Schnitt 5.7 aus dem eigenen Nachwuchs stammen. 5.2 Kaderspieler sind jünger als 22 Jahre und 8.2 Profis wurden aus dem Ausland geholt. Der Bericht der „PFPO“ veranschaulicht die hohe Fluktuation im Profifußball, denn im Schnitt haben bei jeder Mannschaft 9.3 Spieler erst seit 2010 einen Vertrag bei ihrem jetzigen Verein. Am konstantesten präsentiert sich hier Manchester United, wo die Profis durchschnittlich 5.71 Saisonen bleiben, wobei Spieler wie Ryan Giggs und Paul Scholes hier die Statistik nicht unwesentlich beeinflussen. Am wohlsten fühlen sich die Profis anscheinend in Schweden, denn dort halten die Kicker ihrem Verein im Schnitt 3.19 Jahre lang die Treue. In Irland dagegen wechseln die Akteure bereits nach 1.73 Jahren ihren Klub. Die zypriotische Liga hat anscheinend ihre eigenen Gesetze, denn der durchschnittliche zypriotische Klub verpflichtet jedes Jahr 13.5 neue Spieler, wobei 9.1 aus dem Ausland stammen. In dieser Liga sind außerdem die ältesten Spieler angestellt, denn der durchschnittliche Profi hat dort 28.02 Jahre seines Lebens hinter sich gebracht. Der Klub mit den ältesten Spielern stammt allerdings aus Italien. Inter Mailand sollte schleunigst eine Frischzellenkur durchlaufen, da der Altersschnitt des 18-fachen italienschen Meisters bereits 29.61 Jahre beträgt. Die jüngste Mannschaft in Europa ist bei Olimps Riga unter Vertrag, wo die Spieler im Schnitt 19.02 Jahre alt sind.

Mattersburg erster – Barcelona letzter

Wer hätte gedacht, dass es eine Statistik gibt, in der der SV Mattersburg an erster Stelle und der FC Barcelona auf dem letzten Platz liegt. Mattersburg darf gemeinsam mit dem ukrainischen Verein FC Volyn Lutsk den Titel der größten Mannschaft für sich beanspruchen. Der durchschnittliche Kicker in Mattersburg ist 186.68cm groß, was wohl eher auf die Einkaufspolitik des Vereins, als auf die gute Luft im Burgenland zurückzuführen ist. Die kleinste Mannschaft in Europa ist momentan auch die stärkste, denn Spieler wie Messi, Iniesta und Xavi senken den Schnitt beim FC Barcelona auf 177.38cm. Diese Statistik ist absolut bemerkenswert, da die Spieler in den letzten Jahrzehnten immer größer und athletischer wurden. Dennoch zeigt der Bericht der „PFPO“, dass die Spieler, die am öftesten in der Startaufstellung stehen, im Schnitt kleiner sind als die restlichen Mannschaftskollegen. Dieser Trend lässt sich bei fast jeder Mannschaft verfolgen, womit die Frage gestellt werden darf, ob in Zukunft Vereine bei Neuverpflichtungen im Zweifelsfall den kleineren Spieler verpflichten sollten.

Österreicher-Topf funktioniert

Während in den meisten Ligen die Anzahl der Legionäre weiter zunimmt, kann man in Österreich, Deutschland, Frankreich, Irland und der Schweiz beobachten, dass immer mehr Vereine auf heimische Spieler setzen. Für die Bundesliga ist das eine schöne Bestätigung, dass die Maßnahmen gegriffen haben und der Österreicher-Topf gut funktioniert. Zum Zeitpunkt des Reports waren in der österreichischen Bundesliga 64 Legionäre beschäftigt, wobei Deutschland mit 11 Spielern die meisten Akteure stellt. Die meisten Legionäre in den europäischen Ligen stammen natürlich aus Brasilien. Insgesamt 577 Spieler haben in Europa einen Arbeitgeber gefunden, wobei alleine 141 Brasilianer in Portugal unter Vertrag stehen.

© Stefan Karger – Austrian Soccer Board

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