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Ein Tscheche für den Abstiegskampf

19.01.2011 | Keine Kommentare

Kein anderes Team kassierte in der Hinrunde der österreichischen Bundesliga mehr Tore als LASK Linz. Der 1.93m große Innenverteidiger Petr Lukás soll die eklatanten Schwächen im Abwehrzentrum nun beseitigen.

Petr Lukás wurde am 24.April 1978 in Prag geboren und trainierte, wie sein älterer Bruder Pavel, in seiner Jugend bei Mlada Boleslav, einem Verein, der 60 Kilometer nördliche von Prag entfernt liegt. Mit 17 Jahren wechselte der groß gewachsene Abwehrspieler zu Sparta Prag wo, er ein Jahr lang in der Jugendmannschaft spielte, bevor er mit 18 Jahren sein Debüt in der Kampfmannschaft gab. Petr Lukás konnte sich jedoch in weiterer Folge keinen Stammplatz erspielen, sodass er an Jablonec verliehen wurde, wo er gute Leistungen zeigte und sich so für Slovan Liberec empfehlen konnte, mit denen er bereits im nächsten Jahr tschechischer Meister wurde. Liberec war damals die erste Mannschaft außerhalb von Prag, die tschechischer Meister wurde. Nach zwei weiteren starken Jahren wechselte er zurück zu Sparta Prag, wo er nach gutem Beginn seinen Stammplatz verlor und schließlich ein Angebot vom FK Teplice annahm.

Letzter Einsatz im August

Beim FK Teplice spielte er dreieinhalb Saisonen im Abwehrzentrum und stand fast immer in der Anfangsformation seiner Mannschaft. Im letzten halben Jahr absolvierte der kopfballstarke Innenverteidiger jedoch nach der dritten Meisterschaftsrunde keinen einzigen Einsatz mehr. LASK-Trainer Zellhofer erklärte in einem Interview gegenüber dem Volksblatt, dass ein neuer Trainer das Ruder bei Teplice übernahm und einen Innenverteidiger als Einstandsgeschenk mitbrachte, sodass für Lukás kein Platz mehr in der Mannschaft war. Der LASK-Coach wurde anscheinend nicht gut über diesen wichtigen Punkt informiert, denn Jiří Plíšek hat beim FK Teplice seit dem Jahr 2008 durchgehend das Kommando. Lukás hingegen dürfte sich mit seinem Verein überworfen haben, da er einer vorzeitigen Vertragsverlängerung nicht zugestimmt hat. Dazu kam, dass sein langjähriger Partner im Abwehrzentrum, Martin Klein, nach der zweiten Runde an Konyaspor verkauft wurde, was Lukás´ Stimmung auch nicht positiv beeinflusst haben wird. Um Lukás ersetzen zu können,  lieh Teplice schließlich den tschechischen U21-Nationalspieler Jan Hosek von Slavia Prag aus.

Kann Lukás dem LASK helfen?

Auf Grund seiner Größe ist Lukás bei Standardsituationen zwar oft im gegnerischen Strafraum zu finden, seine Kopfballstärke kann er jedoch in der Defensive am Besten ausspielen, was für den LASK nicht unwichtig sein wird. Lukás bringt viel Erfahrung mit und kann an guten Tagen alles aus dem Strafraum köpfeln und selbst unter großem Druck starke Leistungen bringen. Andererseits ist der Tscheche aber immer wieder für den einen oder anderen Schnitzer gut und hat gegen kleine, quirlige Stürmer Probleme. Für mich stellt sich die Frage, ob es für die Linzer nicht bessere Alternativen gegeben hätte. Hannes Eder steht bei Rapid Wien auf dem Abstellgleis und wäre dem Ruf nach Linz sicherlich gerne gefolgt. Lukás´ ehemaliger Partner Martin Klein ist bei seiner ersten Auslandsstation bei Konyaspor zumeist auf der Ersatzbank und konnte bis jetzt nicht überzeugen. Hoffen wir, dass Petr Lukás beim LASK mehr Glück hat!

Eine ausführliche Spielerinfo über Petr Lukás finden Sie im Austrian Soccer Board!

© Stefan Karger – Austrian Soccer Board

LINKS:
Austrian Soccer Board
LASK-Forum
Ausführliche Spielerinfo über Petr Lukás

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