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Europa League adé!

05.11.2010 | Keine Kommentare

Rapid Wien verlor im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion auch das zweite Heimspiel in der Gruppenphase der Europa League, womit die Aufstiegschancen der Grün-Weißen nur noch von theoretischer Natur sind. Nach der 1:2 Niederlage gegen CSKA Sofia herrscht nun Katerstimmung bei den Fans, die nun offen den Trainer in Frage stellen.

Nach dem Auswärtssieg gegen die Bulgaren erhofften sich die Rapid-Anhänger zu Recht, dass ihre Mannschaft, zumindest bis zum letzten Spiel in Istanbul, das Rennen um den zweiten Platz offen gestalten wird können. Die gestrige Niederlage zerstörte jedoch sämtliche Hoffnungen mit einem Schlag und jetzt geht es nur noch darum, sich mit Anstand aus der Europa League zu verabschieden. Man merkte zu Beginn, dass sich die Heimmannschaft einiges vorgenommen hatte, denn schon nach einer Minute verhinderte nur die Querlatte ein schnelles Führungstor von Veli Kavlak. Innerhalb der nächsten Minuten kamen Yasin Pehlivan und Hamdi Salihi zu weiteren Chancen, danach kamen jedoch die Bulgaren besser in die Partie und waren zum Teil auch die aktivere Mannschaft mit den besseren Chancen. Kurz nach der Pause schockte Kapitän Todor Yanchew die 50.000 Zuschauer im Stadion, als er ungehindert aus 20 Metern abzog und Raimund Hedl keine Chancen ließ. Wenige Minuten später verwandelte Hamdi Salihi einen Foulelfmeter, doch nach einem schlimmer Patzer von Sonnleitner, überhob der 28-jährige Brasilianer Marcos Antoio Malachias Junior, kurz Marquinhos, Raimund Hedl, der in dieser Szene ebenfalls nicht entschlossen genug aus dem Tor herauskam. Die Schlussoffensive, in der die Viererkette zum ersten Mal in dieser Saison aufgelöst wurde und der eingewechselte Andreas Dober im Sturm spielen durfte (!!), brachte nichts mehr ein.

Nur mit Galgenhumor erträglich

Die gestrige Partie war weit davon entfernt Europa-League-Niveau zu haben, denn man merkte, dass zwei stark verunsicherte Mannschaften aufeinander trafen. Der aktuelle Siebente der österreichischen Bundesliga, gegen den Siebenten der bulgarischen A Grupa. Auch wenn sich CSKA Sofia gegenüber der ersten Partie verbessert präsentieren konnte, war das ein Gegner, den man einfach schlagen muss und den Rapid vor einem Jahr wohl mit ein paar Toren Differenz nach Hause geschickt hätte. Momentan fehlt es aber an allen Ecken und Enden, die Mannschaft wirkt verunsichert und Peter Pacult hält immer noch am 4-4-2 System mit zwei defensiven Mittelfeldspielern fest, das in dieser Zusammensetzung einfach nicht funktioniert und furchtbar anzusehen ist. In der Defensive passieren zu häufig Patzer und die Außenverteidiger werden jeden Spieltag von den Gegenspielern überrannt, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Vorne stehen sich die Stürmer, die sich noch dazu in einer Unform befinden, auf den Füßen und sorgen für wenig Gefahr und keinen einzigen überraschenden Moment. Der eingewechselte Rene Gartler hatte in 20 Minuten stärkere Szenen, als Salihi und Nuhiu im gesamten Spiel zusammen. Das Mittelfeld hängt in der Luft, an Veli Kavlak, auf dessen Schultern die Hauptlast nach dem Ausfall von Steffen Hofmann liegt, lief das Spiel über weite Strecken vorbei. Als Andi Dober als Offensivspieler eingewechselt wurde, scherzte ein Freund von mir, dass wir jetzt auch einen Freigeist im Spiel haben, der alle Freiheiten hat – so wie Messi beim FC Barcelona. In erster Linie schmerzt nicht die Niederlage, sondern das Gefühl, dass sich in nächster Zukunft nichts ändern wird, wenn gewisse Personen wie bisher weitermachen dürfen.

© Stefan Karger – Austrian Soccer Board

LINKS:

Austrian Soccer Board - http://www.austriansoccerboard.at/

Forum Rapid Wien: http://www.austriansoccerboard.at/index.php/forum/8-sk-rapid-wien/

Rapid Wien – CSKA Sofia 1:2 - http://www.austriansoccerboard.at/index.php/topic/79128-rapid-wien-cska-sofia/

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