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Rapid und der neue Entwicklungslevel

04.09.2010 | Keine Kommentare

Mit der Verpflichtung des ehemaligen niederländischen Teamstürmers Jan Vennegoor of Hesselink hat Rapid das Tor zu einem neuen Level der Professionalität aufgestoßen. Ein Level, das man sich hart erarbeitet hat und das es nun zu prolongieren gilt.

Vor einigen Jahren waren Transfers wie der von Nikica Jelavic zu den Glasgow Rangers nahezu undenkbar. Beim Wechsel des kroatischen Teamstürmers gingen fast fünf Millionen Euro über den imaginären Ladentisch. Ein immer weiter steigender Trend, der mit der überraschenden Verpflichtung von Ümit Korkmaz durch Eintracht Frankfurt begann, mit Erwin Hoffer und Stefan Maierhofer weiterging. Aber trotz all der Verkäufe gelang es dem österreichischen Rekordmeister nur kaum auch selbst Kaliber an Land zu ziehen, die die Fans mit der Zunge schnalzen lassen.

Billige Lösungen als Stars von morgen 

Das war zunächst auch gar nicht notwendig. Denn um wenig Geld holte Rapid Mario Sonnleitner von Sturm, Thomas Hinum von Kärnten, Atdhe Nuhiu aus Ried, Christoph Saurer vom LASK und Tanju Kayhan, den eigenen Ziehsohn, der einen kleinen Ausflug nach Wiener Neustadt machte, Nun sind viele Fans sensationsgeil, wollen die ganz dicken Transfervollzugsmeldungen hören, aber manchmal muss man gar nicht in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt. Niemand zeigt das besser als die so genannten “billigen Lösungen”. Alle Österreicher, die Rapid im Sommer verpflichtete spielen souveräne Partien, ordnen sich dem Team unter, zeigen keine Ansätze von Starallüren. Einzig nach dem Weggang von Nikica Jelavic war klar, dass der Ersatz nur ein Ausländer sein könnte.

Auch andere Kandidaten top

Es gab über Wochen sehr viele Kandidaten und am Ende waren die Kandidaten bereits auf gestandene Nationalspieler wie Sören Larsen aus Dänemark oder eben Jan Vennegoor of Hesselink aus den Niederlanden eingeschränkt. Letzterer wurde es schließlich auch und somit brachte es Rapid erstmals seit vielen Jahren fertig, einen fertigen Fußballer zu kaufen, mit dem auch Red-Bull-Salzburg-Coach Huub Stevens seine Freude gehabt hätte. Eben kein Rohdiamant wie Nikica Jelavic, den man erst über zwei Jahre aufbauen musste, sondern einen Spieler, der direkt aus der englischen Premier League kommt und bereits siebenmal für Celtic Glasgow und PSV Eindhoven in der Champions League spielte, dort sogar einmal bis ins Hakbfinale vorstieß. Das Konzept des Ausbildungsvereins fruchtet und Rapid wird in den nächsten Jahren kontuniuerlich die Preise für seine ausgehenden Transfers, die mittlerweile keine Notverkäufe mehr sind, anziehen, Und wenn es dann auch in Zukunft möglich ist, die “richtigen” Österreicher zu verpflichten und die Legionärsplätze mit aktuellen oder ehemaligen Nationalspielern zu füllen (was momentan ironischerweise bis auf Hofmann der Fall ist!), wird man auf einem Level bleiben, das Rapid nicht nur jedes Jahr zu einem nationalen Titelkandidaten, sondern auch in Europa wieder zu einer Hoffnung machen wird. 

(c) Dannyo - austriansoccerboard.at

LINKS:
Jan Vennegoor of Hesselink wechselt zum SK Rapid

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