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Von neuen Legionären, WM-Startern und dem Ö-Topf

04.06.2010 | Keine Kommentare

Rubin Okotie landete schließlich doch etwas überraschend in Nürnberg. Nicht nur ich war mir ziemlich sicher, dass der Ex-Austria-Angreifer in Salzburg unterschreiben würde, auch einige Fans der Wiener Austria nahmen ihm den Wechsel bereits übel, bevor er überhaupt unter Dach und Fach war. Österreich hat also wieder einen Legionär mehr. Auch Pogatetz übersiedelt nach Deutschland, drei Jahre lang nach Hannover, genauer gesagt. Die Transferzeit in heimischen Gefilden verläuft allerdings etwas schleppend…

In Salzburg könnte sich naturgemäß doch noch am Meisten tun, vorallem auf der Stürmerposition. Mit Wallner und Zarate (sowie mit Abstrichen Ngwat-Mahop) sind erst 2 1/2 Stürmer für die nächste Saison fix. Zickler unterschrieb in Linz, mit Nelisse wird nicht weiter geplant und der unglückliche Janko scheint nun endlich ein unterschriftsreifes Angebot aus England zu haben. Sollte auch Topstürmer Janko gehen, muss Salzburg noch zwei weitere Stürmer holen - und diese werden bestimmt nicht aus Österreich kommen. Ziemlich sicher wird es sich bei einem der beiden NICHT um Dragan Mrdja handeln. Serbische Medien berichteten zwar schon vor Monaten, dass der designierte serbische Schützenkönig, der noch in Diensten von Vojvodina Novi Sad steht, einen Vorvertrag beim österreichischen Meister besitzt, jedoch scheint jetzt der Primera División Klub Racing Santander um den gefragten Brecherstürmer zu machen.

Österreicher für Österreicher

Die ungezwungene Vorgehensweise der roten Bullen aus Salzburg ist für die anderen Bundesligaklubs freilich ein No-Go. Wenn bei Rapid, Sturm oder der Austria ein Legionär wegfällt, kann man einen Legionär nachkaufen. Zusätzliche Legionärsanschaffungen versauen hingegen die Statistik für den Österreichertopf - und außer Red Bull Salzburg sind alle Klubs auf das Geld aus selbigem angewiesen. Rapid scheint vernünftige Lösungen zu finden: Mit Boskovic verließ nur ein Legionär das Team, nachbesetzt wurde bisher mit Saurer. Mögliche weitere Transfers: Prager für Kavlak (sollte dieser den Klub in Richtung Bosporus verlassen), Nuhiu für Konrad (der wohl demnächst verliehen wird, womöglich sogar ins östliche Ausland) und Hinum für sämtliche Defensivbaustellen. Schließlich wird es auch allerhöchste Zeit, dass der pragmatisierte Dober einen Konkurrenten auf der rechten Abwehrseite bekommt. Negativ: Milan Jovanovic, nicht nur wegen seines Katastrophenfehlers in Hamburg als Fehlkauf abzustempeln, schlug zuletzt zwei Angebote des Rapid-Managements aus. So erfuhr man es offiziell aus der Tagespresse. Diese Angebote waren allem Anschein nach Lösungsvorschläge im Bezug auf eine Vertragsauflösung. Doch der Montenegriner scheint seinen Vertrag aussitzen zu wollen. Entscheidung im Fall von Rapids “überschüssigem Legionär” also vertagt.

Kleine Brötchen und große Verluste

Die Austria verstärkte sich bisher nicht mit großen Namen, dafür aber sehr gezielt. Stankovic, Margreitter und Salomon haben Entwicklungspotential nach oben. Hlinka soll in Zukunft das defensive Mittelfeld der Austria organisieren. Einige Austria-Fans waren skeptisch, nachdem Hlinka als Neuverpflichtung vorgestellt wurde. Nicht übersehen sollte man bei all der Skepsis, dass der Slowake ein Schlüsselspieler war, als Rapid unter Josef Hickersberger 2005 Meister wurde. Zudem ist sich die Austria mit Wacker-Innsbruck-Rechtsverteidiger Fabian Koch einig, was sich die Klubs jedoch nicht sind.

Auf Sturm Graz wartet hingegen ein schwieriges Jahr: Sonnleitner, Hlinka und Jantscher an direkte Konkurrenten aus der höchsten Tabellenregion verloren, Torjäger Lavric fix weg, Beichler und Schildenfeld zumindest mit Ausland bzw. Austria liebäugelnd. Auf der anderen Seiten stehen bisher nur die Wiederverpflichtung von Imre Szabics (zuletzt Augsburg), Thomas Burgstaller (Ried) und “Luxus-Ersatzkeeper” Silvije Cavlina (LASK). Da muss noch einiges passieren - ungeachtet dessen, dass man ohne “fertige” Neuverpflichtungen eher in Richtung Platz 5, als in Richtung Platz 3 spielen wird, muss Sturm seinem Top-Trainer Franco Foda Perspektiven in Form eines konkurrenzfähigen Kaders bieten. Ansonsten wird auch er bald laut über einen Wechsel nachdenken…

Zwei WM-Starter in der Bundesliga

Nachdem Somen Tchoyi und Dusan Svento nach Hause geschickt wurden, ist der Nigerianer Rabiu Afolabi der einzige WM-Starter, der in der österreichischen Bundesliga spielt. Glauben zumindest die meisten, denn ein zweiter WM-Starter hat seit einigen Tagen einen Vertrag beim Kapfenberger SV. Ausgerechnet. Matej Mavric (31) spielte 33mal für Sloweniens Nationalteam und befindet sich derzeit im Trainingslager für die WM. Der Innenverteidiger spielte zuletzt fast vier Jahre für die TuS Koblenz, davor über zwei Jahre in Norwegens höchster Spielklasse für Molde. Und auch in Kapfenberg soll der Abwehrchef eine langfristige Rolle spielen, denn in der Obersteiermark unterschrieb er nun bis Juni 2013. Kapfenberg gilt für die kommende Saison 2010/11 als einer der Abstiegskandidaten - da ist es nicht uninteressant dem neuen Schlüsselspieler der “Falken” in einer sehr facettenreichen Gruppe, gegen die Top-Angreifer von England, den USA und Algerien auf die Füße zu schauen. Sofern er spielt natürlich…

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