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Mission Possible

09.02.2010 | Keine Kommentare

Wird Österreich bei der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine eine Rolle spielen? Nach der Auslosung geben sich die meisten Fans auf http://www.austriansoccerbo… alles andere als optimistisch.

Von Losglück kann man wohl wirklich nicht sprechen, aber es hätte uns meiner Meinung nach auch wesentlich schlimmer erwischen können. Deutschland ist natürlich Favorit auf den Gruppensieg, wobei mir dieser Gegner noch immer lieber als die meisten anderen Mannschaften aus dem ersten Topf ist. Gegen unsere “Lieblings-Nachbarn“ herrscht immer eine eigene Atmosphäre bei den Spielen, eine Art Derby-Stimmung, bei der unsere Spieler über sich hinauswachsen können.

Gegen Türkei und Belgien um Platz 2-4

Die türkischen Medien und Fans sind mit dieser Auslosung zufrieden und beschäftigen sich in erster Linie damit, ob die Revanche für das knappe Ausscheiden bei der Europameisterschaft 2008 gegen Deutschland gelingen wird. Österreich und Belgien werden als Außenseiter bezeichnet, die keine großen Hürden darstellen sollten. Auch wenn die Türkei die besten Chancen auf den zweiten Platz hat, darf man nicht übersehen, dass sich die Nationalmannschaft seit der Europameisterschaft in einer kleinen Krise befindet. In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 landeten die Türken hinter Spanien und Bosnien Herzegowina nur auf dem dritten Platz, was die Abdankung des Nationalhelden Fatih Terim zur Folge hatte. Einen Nachfolger, der in diese großen Fußstapfen treten möchte, konnte der Verband bisher nicht finden und man wird abwarten müssen, wie sich die Lage am Bosporus in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird.

Belgien, unser Gegner aus Topf 4, rennt seit den goldenen 80er-Jahren ebenfalls einem Erfolg hinterher und spielte bei der letzten WM-Qualifikation in der selben Gruppe wie die Türkei. Im direkten Duell konnte Belgien sogar vier Punkte holen, allerdings patzte das Team gegen Estland und Armenien, sodass sich die Belgier nach dem letzten Spieltag mit dem vierten Platz zufrieden geben mussten. Dick Advocaat soll nun die Mannschaft wieder aufrichten und aus den teilweise starken Einzelspielern wie Daniel van Buyten, Vincent Kompany und Moussa Dembélé endlich eine funktionierende Mannschaft machen.

Unangenehme Gegner aus den letzten beiden Töpfen

Aserbaidschan und Kasachstan werden nicht nur der österreichischen Mannschaft Schwierigkeiten bereiten. Bei Aserbaidschan treibt Berti Vogts sein Unwesen und in seiner Amtszeit konnte er schon den einen oder anderen großen Favoriten ärgern. Höhepunkt war das 1:1 bei der WM-Qualifikation gegen Russland, das in dem Land frenetisch gefeiert wurde. Auch Finnland und Wales taten sich auswärts gegen diesen Gegner schwer und gewannen lediglich mit einem Tor Unterschied. Kasachstan wird ebenfalls kein Selbstläufer sein, denn wenn selbst Gegner wie Kroatien beinahe einen Punkt liegen lassen, sollte uns das Warnung genug sein. Kasachstan trägt seine Heimspiele übrigens auf einem Kunstrasenplatz aus, was nicht gerade ein Vorteil für uns sein dürfte.

Beide Mannschaften haben ähnliche Spielertypen, die den Österreichern traditionell eher weniger liegen. Im Normalfall sehen österreichische Mannschaften nämlich gegen robuste, zweikampfstarke, aber auch hölzerne Gegner besser aus, als gegen wendige, flinke Techniker. Wenn man zur Europameisterschaft fahren möchte, wird man aus diesen vier Spielen dennoch mindestens zehn Punkte holen müssen.

© Stefan Karger – Austrian Soccer Board

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