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Linz befindet sich in Wien

05.02.2010 | Keine Kommentare

Roland Linz betonte nach seiner neuerlichen Vertragsunterzeichnung bei der Wiener Austria, dass der Klub für ihn eine Herzensangelegenheit sei. Der Weisheit letzter Schluss ist sein neuer Vertrag beim Wiener Traditionsklub allerdings sicher nicht.

Vorerst wurde der 28jährige Linz bis Saisonende verpflichtet. Möglicherweise, weil es sich dabei auch um eine Frage des Geldes handelt, eher aber, weil Linz mit seiner Legionärskarriere noch nicht fertig zu sein scheint. Die Austria fungiert für den Strafraumstürmer als Auffangbecken, als Möglichkeit sich wieder ins Rampenlicht zu hieven. Eben das, was auch schon die Grasshoppers Zürich ein halbes Jahr lang waren.

Austria als neuerliches Sprungbrett

Roland Linz hat schwere Zeiten hinter sich. In Portugal „passte es“, der Offensivmann traf sowohl bei Boavista Porto als auch bei Sporting Braga regelmäßig. Danach ging es nach Zürich, wo Linz auch bei den immer wieder schwächelnden Grasshoppers zu einem sicheren Torschützen wurde. Kaum ein Experte war über Rolands Erfolg in der Schweiz überrascht, spielte doch auch schon Sanel Kuljic in Sion stark. Auch wenn Klubs wie der FC Basel, der FC Zürich oder zuletzt die Young Boys Bern für Schlagzeilen sorgen, der Querschnitt der Schweizer Liga ist nicht besser als die tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile. Und in letzterer ist Linz pro Saison nach wie vor für 15 Tore oder mehr gut…

Wien statt Dubai und Südostanatolien

Erst nach seinem Engagement bei den Grasshoppers wurde es für Linz kompliziert. Man munkelte, dass ein lukratives Angebot aus den Vereinten Arabischen Emiraten vorlag, das sein Konto auffetten, aber ihn gleichzeitig jäh aus dem internationalen Rampenlicht katapultieren würde. Es folgte ein Vertrag mit Gaziantepspor und ein damit verbundener, langer Hotelaufenthalt. Sicher war auch der Vertrag in Gaziantep kein schlechter, doch vorallem das Leben in der südostanatolischen Stadt nahe der syrischen Grenze machte Linz zu schaffen. Die meisten Wohnungen erwiesen sich im mitteleuropäischen Vergleich als jämmerlicher Substandard und so wohnte der Stürmer in der Türkei lange in Hotels. Als der Klub, der ein gutes Sprungbrett zu größeren türkischen Vereinen oder in die russische Premier League gewesen wäre, nicht mehr mit dem Österreicher plante, wurden sofort Gerüchte über einen Wechsel zur Wiener Austria laut – die sich schließlich auch bestätigten. Die Austria braucht Linz aufgrund des aktuellen Verletzungspechs wie einen Bissen Brot, doch von einer langfristigen Lösung kann man wohl nicht sprechen. Meiner Meinung nach wird sich Linz unter Mithilfe des routinierten Beraters an seiner Seite, Dr.Skender Fani, schon bald wieder einen neuen Vertrag organisieren. Schließlich muss im Transferkarusell immer viel Geld im Umlauf sein, so rennt das Geschäft, das weiß Dr.Fani, das weiß auch Linz. Aber bis es soweit ist wird Linz der Austria noch einige Freude bereiten, da bin ich sicher.

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